074 Von Angst, Resonanz und der Gefahr durch den ENE
Shownotes
Diese Folge wurde am 09. Juli 2026 aufgenommen.
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Schreiben ist nicht nur Textproduktion. Es ist auch Denken, es ist kreatives und strukturiertes Arbeiten. Und vor allem ist es eine Möglichkeit für Verbindung. Wie wir uns mit dem Schreiben verbinden können, darüber spreche ich in dieser Folge des Verbindung schaffen - Podcasts.
Den Podcast unterstützen: https://ko-fi.com/annakoschinski
➡ Wenn Schreiben schwierig wird… Eine Ermutigung zum Erzählen.
➡ Das Ringen um die passenden Worte und die ansprechendste Form: Warum das nicht nur Quälerei, sondern auch etwas Wunderbares ist.
➡ Abseits der Schreibtipps gebe ich Schreibtipps.
➡ Warum du niemals beim ENE stehenbleiben solltest.
➡ Warum Verstellen nichts bringt und wie du deinen eigenen Zugang und deine Schreibstimme findest.
➡ Schreiben darf auch mal unangenehm sein - nichts ist immer leicht und rosarot.
➡ Das Video zu den Notizbüchern und der Antwort auf: Was soll ich nur schreiben?!
➡ Liebe und Lust beim Schreiben? Besser ohne Verwertungsgedanken!
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Transkript anzeigen
00:00:03: starke, nachhaltige Verbindungen.
00:00:06: Wie geht das eigentlich?
00:00:08: Wie machen wir das und wann?
00:00:12: Was tut uns gut?
00:00:16: Diesen Fragen geht der Verbindungsschatten-Podcast nach mit Denken und Mitfühlen ausdrücklich erlaubt.
00:00:31: Eigentlich schreibe ich ja gerne aber... Das ist so ein Satz den ich immer und immer wieder höre im Austausch mit Menschen, die ihre Botschaft in die Welt bringen wollen.
00:00:43: Ihre Themen in die welt bringen wollen eigentlich.
00:00:47: und aber diese beiden machen wirklich sehr vielen Menschen das Leben schwer.
00:00:52: also nicht das leben sondern das schreiben halt weil da ist angst angst etwas falsch zu machen und die schwingt dann bei jedem versuch mit irgendwas zu produzieren.
00:01:03: manche haben auch sorge irgendwie bewertet zu werden verurteilt zu werden nicht gemocht zu werden was auch immer Und das führt dann dazu, dass sie gar nicht mehr schreiben oder aber so die Texte verwässern.
00:01:16: Dass sie alles rausstreichen was irgendwie Struktur hat, was Charakter hat und dann ist irgendwann gar nichts Eigenes mehr drin.
00:01:25: Weil mir das immer wieder begegnet will ich hier mal auf die Suche gehen nach der Verbindung zum Schreiben.
00:01:31: Das kann ja ganz viel dieses Schreiben.
00:01:33: Es kann uns bei sehr vielen Dingen unterstützen, nicht nur Marketing und irgendwie Verbindung in die Welt sondern es kann noch ganz viel mehr.
00:01:42: Und da wäre es doch schön wenn es leichter wäre diese Verbindung herzustellen und sie dann auch zu halten.
00:01:59: Gehe ich immer auf die Suche nach Verbindungen, weil wir – wenn wir ganz genau hinschauen – nämlich überall verbunden sind.
00:02:07: Aber das Hinschauern ist wichtig!
00:02:08: Ich möchte inspirieren und zeigen, warum lohnt es sich, auf diese Verbindung zu schauen?
00:02:13: Auf was eben wirklich wichtig ist?
00:02:16: und was können wir da gewinnen, wenn wir uns ein bisschen den Fokus verschieben auf die guten Dinge, also schön dass du heute hier mit dabei bist.
00:02:30: Ja, es gibt immer mal wieder Fragen zu diesem Podcast und sehr häufig werde ich gefragt warum mich eigentlich nicht über das Schreiben- und Bloggenspreche oder ganz seltenmal.
00:02:41: Also ich habe schon einmal über Stil, ich hab schon mal über Kommunikation gesprochen ja aber Warum eigentlich nicht überschreiben?
00:02:48: Warum nicht Schreibtipps?
00:02:49: Warum so schreibst du leichter in drei Tagen oder sowas?
00:02:55: Ich verstehe natürlich den Einwand So, ja klar.
00:02:58: Ich bin Schreibtrainerin und ich bin Coach und Mentorin wie auch immer.
00:03:02: nur denke ich auf der einen Seite lasse ich mich viel zu gerne mitnehmen in die Themenwelten von anderen.
00:03:10: also dieser Podcast ist für mich ein riesengroßes Sammelbecken von Themen und von Inspiration.
00:03:17: Ja und auf der anderen Seite glaube ich auch es gibt schon genug Content zum Thema schreiben.
00:03:24: Also je länger ich mich damit beschäftige, umso weniger glaube ich daran dass wir noch mehr Anleitung brauchen wie man gute Texte schreibt.
00:03:31: Brauchen wir nicht!
00:03:32: Wir brauchen vielleicht Ideen dazu wie wir eine positive Einstellung gegenüber diesem Schreiben bekommen können und das versuche ich ja jetzt hier heute.
00:03:41: also wie wir motiviert bleiben wie wir uns vielleicht in das Schreiben verlieben können und dann eben auch dabei bleiben, auch wenn so diese heiße Verliebtheitsphase dann abgeklungen ist.
00:03:54: Weil ich glaube das ist wirklich wie mit romantischen Beziehung.
00:03:58: Erst kommt die rosa-route Brille du spürst vielleicht ach cool!
00:04:02: Ich habe da was geschrieben, das ist vielleicht ganz gut!
00:04:05: Ach krass!
00:04:06: Wenn ich es veröffentlicht, ja dann gibt's sogar Resonanz auf die Themen und Texte.
00:04:11: Ja und wenn du das ein paar mal gemacht hast, dann merkst du, dass wird Alltag Und es wird Routine Und es wiederholen sich Abläufe und das ist gar nicht mehr so heiß und gribbelig.
00:04:24: Ja, dann gibt's vielleicht auch Druck?
00:04:26: Dann musst du weiter liefern damit die Leserschaft bei dir bleibt!
00:04:29: Das möchten dir zumindest verschiedene Plattformen weiß machen und auch verschiedene Schreibcoaches, die auch gerne ihre Programme verkaufen wollen.
00:04:36: also... Du musst ganz viel schreiben, du musst dran bleiben, du muss ständig veröffentlichen weil du sonst einfach nicht mehr existierst in diesem großen Haifischbecken aus schreibenden Menschen Und vielleicht kommen dir dann die Zweifel.
00:04:48: So, was wenn es doch nicht gut genug ist?
00:04:51: Wenn mich keiner lesen möchte... Ja also du merkst das vielleicht ich möchte nicht so wirklich Schreibtipps geben weil nichts bringt glaube ich.
00:05:01: Also Schreibtips geben kann jeder!
00:05:03: Ich möchte zum Erzählen ermutigen und daher natürlich auch die Verbindung zum Schreiben, weil man kann mündlich erzählen.
00:05:13: Man kann aber auch schriftlich erzähln.
00:05:15: Ja und das versuche ich jetzt mal heute!
00:05:20: Was ist denn eigentlich geil am schreiben?
00:05:22: Also wenn wir schreiben dann geben wir unseren Gedanken einen festen Rahmen.
00:05:30: also erstmal ist er fest da wird etwas Flüchtiges zu etwas Greifbarem und es ist was dass wir selbst dann nochmal neu nachvollziehen können.
00:05:39: was haben wir da eigentlich geschrieben?
00:05:41: andere aber auch.
00:05:43: Und daher sage ich immer, Bloggen fängt beim Schreiben an und nicht bei der Suchmaschinenoptimierung oder bei der Absatzlänge – also wirklich nicht!
00:05:52: Nicht mal bei der Zielgruppe.
00:05:54: Bloggenfängt erstmal wirklich beim Schrieben an.
00:05:59: Es fängt da an wo wir einen Gedanken aufnehmen und ihm dann eben eine feste Form geben.
00:06:04: Die ist veränderbar natürlich und es gibt ganz viele verschiedene Möglichkeiten die wir da wählen können Aber sie ist dann erst mal da, wenn wir was geschrieben haben.
00:06:13: Das Schreiben zwingt uns also, uns für eine dieser Formen zu entscheiden.
00:06:17: welches Wort will ich benutzen?
00:06:19: Welcher Satz sagt jetzt genau das aus, was ich weitergeben möchte?
00:06:23: Manchmal ist es auch so ein Ringen, einen Austesten.
00:06:26: Welches ist vielleicht das bessere Wort?
00:06:28: Welches möchte ich benutze?
00:06:30: Welche Assoziationen könnte mein Text auslösen, wenn ich das benutze und welche könnte es auslöschen?
00:06:35: Wenn ich das andere benutze.
00:06:37: Und welche Gefühle könnten vielleicht auch entstehen beim Leser dieses Textes?
00:06:44: Dieser Prozess dieses Ringen – manchmal ist das wirklich ein Kampf!
00:06:49: Das ist das was viele Leute nicht gerne mögen.
00:06:52: Das ist anstrengend.
00:06:54: Das is nervig.
00:06:55: Das wollen wir vermeiden.
00:06:57: Ich glaube dieser Prozess ist eigentlich das Beste am Schreiben.
00:07:01: Das ist nämlich mehr als gesprochenes zu transkribieren, sondern das ist wirklich die perfekte oder die beste Form für unser Anliegen suchen.
00:07:11: Und das kann übrigens die KI nicht leisten!
00:07:15: Es ist ja mein Anliege und nicht dass der ganzen Welt so ein Mischmasch aus irgendwelchen Wahrscheinlichkeiten.
00:07:23: Das ist übrigens was also dieses gesprochenes zu Text machen, das ist was, dass ich eine Zeit lang für Kunden und Kundinnen gemacht habe.
00:07:32: Ich hab also die fertigen Podcast-Episoden in Blogartikel verwandelt.
00:07:37: Und es ist wirklich mehr als transkribieren!
00:07:39: Ich hab halt eben nicht das Transkript genommen und es dann umgeschrieben oder verfeinert oder sowas sondern... Ich hab das Audio gehört, alle Kernaussagen mitgeschrieben und dann hab' ich überlegt okay wie kann ich dieses Thema als Text überhaupt präsentieren, damit man den Inhalt gut aufnehmen kann.
00:08:00: Und dabei kamen dann auch längere Passagen raus die in der gesprochenen Version überhaupt nicht drin waren und andersrum natürlich auch.
00:08:08: also manche Infos die im gesprochenen drin waren, die habe ich dann nicht in den Text übernommen weil Blockartikel brauchen auch so eine gewisse Schärfe.
00:08:17: Also sie sollen nach dem Autor oder nach der Autorin klingen Sie sollen Gefühl haben Aber die Stimme ist ja nicht mehr da, um diese Zusatzinformationen mitzutragen.
00:08:28: Und daher braucht es dann ein bisschen was anderes als eben nur so einen Transkript – selbst wenn man die Ams und Östern streicht!
00:08:35: Also Blockartikel brauchen Ideen und Gedanken.
00:08:39: Sie brauchen solche Gedanken, die eben nicht Mainstream sind.
00:08:43: Ecken-und Kanten irgendwas an dem sich die Leser auch reiben können?
00:08:49: Also Texte müssen überhaupt nicht perfekt sein, das können sie auch gar nicht.
00:08:53: Kein Text ist perfekt!
00:08:54: Niemals wirst du den perfekten Blogartikel schreiben und auch nicht den perfekten Social Media-Posts.
00:08:59: Lass dir das bitte nicht einreden.
00:09:01: Texte... ...müssen unsere Gedanken und Ideen klar präsentieren.
00:09:06: Dann sind Sie perfekt.
00:09:08: Ja und wenn ich jetzt so drüber rede dann merk' ich schon selber so Ich hab Bock zu schreiben.
00:09:13: also diese Gedanken hier die ich hier gerade ins Mikrofon spreche Die habe ich auch geschrieben, bevor ich sie jetzt spreche.
00:09:22: Für die Klarheit und auch weil ich sicher gehen will dass ich also die denkende Anna das Ich auch wirklich da drin stecke Als ich noch beim Campus Radio gearbeitet habe.
00:09:34: Da durfte ich ab und zu nach Düsseldorf fahren Weil in DüsselDorf ist nämlich die Landesanstalt für Medien NRW Und die unterstützen die Ausbildung und die Fortbildung von radiumachenden Leuten, unter anderem eben auch von den Campusfunkern.
00:09:48: Da gab es dann früher Profiseminare – und die waren für uns kostenlos!
00:09:52: Die LFM hat uns eingeladen und gesagt hier habt ihr Bock, bewerbt euch und kommt einfach vorbei.
00:09:59: Ich habe mich zu fast jedem dieser Seminare angemeldet und bin dann hingefahren.
00:10:04: Auch wenn das nur so halbwegs in meinen Terminkalender passte.
00:10:07: ich wollte das nicht verpassen Und zweimal durfte ich dann zum Aircheck-Seminar von Christoph Flach.
00:10:15: Aircheck, ja.
00:10:15: da nimmt man Moderationen oder Radiobeiträge oder so etwas, nimmt man und hört sie einfach nochmal zusammen an.
00:10:23: also der Machende und aber auch der Feedbackgeber Ja und dann gibt es eben Feedbackmann bespricht noch mal Wie hat das wohl gewürgt auf die Hörer?
00:10:31: Was könnte man vielleicht besser machen?
00:10:32: was ist uns aufgefallen?
00:10:34: Ja und das Ganze eben mit Christoph Flach.
00:10:36: Christoph flach ist halt auch nicht irgendwer, der ist Radiotrainer, Moderationstrainer hat früher bei Bayern Drei moderiert und bei Eins Live moderiert Und ich finde den einfach ziemlich toll!
00:10:50: Daher war es für mich immer so eine riesengroße Chance dass so ein Experte sich meine mitgebrachten Moderationen anhört und mir dann Tipps gibt was ich noch verbessern kann.
00:11:00: Ein paar Dinge möchte ich hier heute reingeben, nämlich die, die mich am meisten weitergebracht haben.
00:11:07: Und die lassen sich übrigens eins zu eins auf Text übertragen.
00:11:09: also nicht dass du jetzt denkst, du musst ja zum Podcast starten sondern es geht wirklich um Sprache dabei und zwar gesprochene wie auch geschriebene Sprache.
00:11:20: Das eine sagt Christoph Flach worauf man auf jeden Fall bei jeder Präsentation von irgendeinem Thema achten sollte ist Auf gar keinen Fall den ENE benutzen.
00:11:33: Der ENE, das ist der erste naheliegende Einfall.
00:11:37: Und er, das kannst du dir vorstellen ... Er weckt eben halt nicht das Interesse der Hörer oder der Leser sondern der Langwaldehr habe ich ja schon fünfhundert Mal gehört.
00:11:46: Ah alles neu macht der Mai!
00:11:49: Oder keine Ahnung, Du willst einen Beitrag über den Herbst anfangen machen?
00:11:53: Dann bitte nicht.
00:11:55: die Blätter werden bunt.
00:11:57: Es wird kühler Menschen holen ihre warmen Jacken aus dem Schrank.
00:12:02: Nein Alles, was dir zuerst einfällt streichen.
00:12:06: Und dann nochmal vielleicht so etwas wie Open Air-Saison ist vorbei, Freibäder sind zu aber kalt genug für Punch ist es irgendwie auch noch nicht blöd.
00:12:16: das ist ja nichts halbes und nichts ganzes.
00:12:18: Wir gehen heute mal auf die Suche ob man mit dem Herbst überhaupt was anfangen kann oder ob der eigentlich weg kann.
00:12:25: Du merkst schon Man kann es so oder sowas gibt hunderttausend Möglichkeiten.
00:12:31: Aber bitte nicht die erste naheliegende Idee oder den ersten naheligenden Einfall der ENE.
00:12:38: Wenn ich schreibe, dann darf erstmal alles raus auch der E NE darf raus aber diese Einfälle die streiche ich dann hinterher wieder weil die kann wirklich jeder auch Chat GPT übrigens kann das sehr gut Alles was schon hunderttausendmal da war?
00:12:53: Oh ja!
00:12:53: Sehr wahrscheinlich Ja.
00:12:54: dann nehmen wir das doch als bzündende Idee Schwierig.
00:12:58: Deshalb vielleicht noch mal überlegen Was ist eigentlich mein Zugang Wo kann ich ein bisschen Persönlichkeit reinbringen?
00:13:05: Was denke ich denn wirklich über dieses
00:13:07: Thema?".
00:13:09: Und dann aufschreibe.
00:13:11: Ja, das war das.
00:13:11: eine der E&E-Märkten ist was sehr kluges.
00:13:15: und das zweite, dass ich mir von Christoph Flach und seinem Feedback mitgenommen habe.
00:13:19: es Menschen mögen es nicht wenn Radiomoderatoren unnatürlich sprechen Wenn sie säuseln oder die Stimme so pressen Wenn Sie reden, dann hört man das.
00:13:32: Diese Anstrengung und diesen Druck in der Stimme!
00:13:35: Oder wenn sie Masken tragen... Also wenn man merkt, oh irgendwie wollen sich jemand anders darstellen als die sind oder eben dieses Säuseln was ich eben gesagt habe.
00:13:46: So meine Damen und Herren jetzt ist es wieder Zeit für unsere Lieblingssongs Der Stunde!
00:13:54: Das ist so etwas ja dieses unnatürliche.
00:13:58: Das möchte ich auch für Texte empfehlen, also dass ihr das vermeidet.
00:14:02: Das Unnatürliche!
00:14:04: Wenn nicht nur einen einzigen Schreibtipp geben könnte dann wäre es der Schreib wie du schreibst und nicht wie du denkst, dass du schreiben müsstest.
00:14:14: Es ist wirklich immer die verkehrte Richtung.
00:14:17: da ist schon so viel Unnatürliches drin, dass man das hinterher auch merkt.
00:14:22: beim Lesen.
00:14:24: Ich habe das ja am Anfang schon gesagt.
00:14:26: bei vielen Schreibenden schreibt die Angst mit Angst vor Ablehnung, Angst etwas falsch zu machen, Angst irgendwie anzuecken.
00:14:34: Wobei Anäckende ist auffallen und auffallend musst du wenn das irgendwie hängen bleiben soll.
00:14:40: also Wenn Du auffahlen willst in der Masse dann musst Du halt auffalen.
00:14:46: Das heißt dass es gar nichts Negatives Das Schwierige ist.
00:14:50: halt diese Leute, die mit dieser Angst kämpfen.
00:14:52: Die überarbeiten ihre Texte nicht einfach nur sondern sie streichen im Grunde wirklich alles raus was Charakter hat.
00:14:58: Alles was persönlich ist, alles was den eigenen Stil zeigt und was dann eben auch trägt.
00:15:04: ja und dann steht am Ende so ein seelenloser Text.
00:15:09: Das ist ein Problem, weil die fallen dann wirklich nicht mehr auf.
00:15:12: Und es gibt keine Substanz mehr an, an die man sich so anlehnen kann oder wo man sagt, krass, da will ich mehr wissen!
00:15:20: Texte sind nicht perfekt und Menschen sind nicht perfekt.
00:15:24: D.h.,
00:15:25: dieser Anspruch ist völlig absurd.
00:15:29: Es gibt immer mehrere Wege einen Thema zu präsentieren.
00:15:32: Am besten nimmst du deinen Weg Und nicht den von irgendwelchen Blockexperten oder Copyright-Experten, oder denen die schon zweitausend Bücher geschrieben haben.
00:15:44: Die müssen das doch wissen?
00:15:45: Nee!
00:15:47: Ich glaube wirklich es lohnt sich, den eigenen Zugang zu finden und die eigenen Ideen zu verfolgen.
00:15:54: Keine Masken, kein Säuseln, nicht jemand anders sein wollen nur die eigene Stimme ob jetzt gesprochen oder geschrieben völlig egal – die eigene Erzählung.
00:16:05: Sprache ist wirklich nicht perfekt, also hier merkst du es auch.
00:16:09: Da ist mal so ein Halbsatz drin, da ist mal einen Abbruch drinnen, da is' mal ne völlig verkehrter Anschluss und trotzdem verstehst Du was ich sage!
00:16:18: Jetzt ist das im Schriftlichen nochmal n bisschen was anderes, da darf´s schon korrekt sein aber Korrekt bedeutet nicht verständlich.
00:16:27: Also bitte, bitte geh weg von diesem Gedanken Es ginge um Perfektion oder eben absolute Fehlerfreiheit oder so etwas.
00:16:37: Das geht nicht!
00:16:38: Und wenn du einmal verstanden hast, wie Sprache wirkt dann weißt du auch es geht überhaupt nicht um das einzelne Komma.
00:16:44: ob es da nun steht oder nicht völlig egal.
00:16:48: Schreiben ist ein Handwerk und du darfst es lernen.
00:16:53: Das ist nichts Gott gegebenes und du brauchst doch kein Talent dafür.
00:16:56: man kann das Lernen.
00:16:59: allerdings wie bei allem was wir lernen musst du es üben.
00:17:02: Das kommt nicht durch Nachdenken Schreiben lernst du, durchschreiben.
00:17:07: Also vor Angst zu verharren macht dich einfach nicht besser und gehe vielleicht auch weg von dem Verwertungsgedanken.
00:17:15: Nicht alles was Du schreibst musst Du veröffentlichen.
00:17:18: Nicht Alles muss gespeichert werden.
00:17:21: Manchmal ist es genau richtig irgend einen Gedanken zu formulieren und den Zettel danach wegzuwerfen.
00:17:29: Ich habe vor einiger Zeit bei einem sehr, sehr gutes Video zu diesem Thema auf YouTube gesehen.
00:17:35: Eines von Gary The Bear.
00:17:36: Der macht ganz viel zu so Kreativität, schreiben eine notizhefte Journaling diesen ganzen Themenkomplex und er sagt du musst lernen damit klarzukommen dass sich schreiben auch mal unangenehm anfühlt.
00:17:55: das ist eben nicht dieses eine wahnsinnig tolle Flow-Erlebnis sein muss, sondern dass es auch mal ätzend ist und stockt und schwer.
00:18:07: Und das man manchmal nicht weiß worüber man schreiben soll.
00:18:11: Du musst es üben!
00:18:13: Ich meine alles was du lernst ist irgendwann zwischendurch äzend.
00:18:16: Warum sollte das beim Schreiben anders sein?
00:18:19: Aber weil wir das irgendwann mal gelernt haben wie man den Stift hält.
00:18:25: Nee, das ist etwas was man üben muss.
00:18:28: Und vielleicht fängst du einfach mal an das was in deinem Kopf ist aufzuschreiben und die Gedanken dürfen sich während des Schreibens noch entwickeln.
00:18:36: da muss nichts perfekt sein Da muss auch nicht fertig sein oder durchdacht oder schön oder sowas.
00:18:42: der Prozess selber ist erstmal dass worauf es ankommt weil die Gedanken und Ideen alleine durch dieses ausformulieren klarer werden Die entwickeln sich weiter ganz bewusst zu machen, also zu erleben sich selber auch zu reflektieren.
00:18:58: Was tu ich hier eigentlich?
00:19:00: Das fühlt sich sehr gut an und ist dann gar nicht mehr so scheiße und stressig und ätzend.
00:19:07: Also bevor du jetzt aus Angst nichts schreibst oder dir Inspiration in Anführungsstrichen von der KI holst, schreib lieber drüber Wie es dir mit dem Schreiben geht.
00:19:21: Schreib über dieses Unwohlsein, wenn's denn da ist.
00:19:24: Schreibt über das Schwere, schreibt über dass Dove... Es wird sich verändern!
00:19:28: Das bekommt dann irgendwie einen Sinn eine Richtung und dann darf es sich neu formieren.
00:19:36: Ja und dann gibt´s ja noch die wie ich auch für die schreiben der Beruf isst.
00:19:42: also sie sagen schreiben ist mein Job Ich mach den ganzen Tag nichts anderes Und dann habe ich einfach keinen Bock mehr auch noch meine Gedanken aufzuschreiben, vor allem nicht wenn ich die gar nicht verwerten kann.
00:19:57: Ich sage doch genau dann solltest du das machen!
00:20:02: Also unperfekt schreiben mal ins Unreine schreiben, ins Ungewisse auch... Das ist nämlich das Gegenteil vom ENE.
00:20:10: Den ENE schreibst du runter aber danach wenn du dran bleibst Da passiert der Zauber.
00:20:16: Da kommen die neuen Gedanken, da kommt die neuen Verknüpfung und der Zaurer passiert auch wenn andere deine Texte lesen und wenn sie sich was mitnehmen, wenn Sie etwas fühlen und Deinen Gedanken vielleicht weiter denken Wenn Dein Text vielleicht Trost gibt oder Hoffnung Entspannung Freude Erkenntnis Was weiß ich?
00:20:39: Dann hast Du doch schon den besten Grund von allen warum sich eine Verbindung zum Schreiben lohnt.
00:20:47: Und wenn du jetzt lange nicht geschrieben hast, dann kannte es sich vielleicht komisch anfühlen.
00:20:52: So in die Richtung, oh mein, mein Blog der liegt seit drei Jahren brach!
00:20:57: Was soll ich da noch weiter machen?
00:20:59: Ist ja schon peinlich genug hier... Nee einfach anfangen Ein neuer Artikel ein Thema das dich beschäftigt Nicht die Pause thematisieren scheiß egal.
00:21:12: thematisiere dass was dich dazu gebracht hat weiterzumachen.
00:21:16: So was wie Liebe ist es ja vielleicht.
00:21:19: Oder Lust, die eigenen Gedanken zu verfestigen oder die Gedanken eben verfügbar zu machen das andere daran anschließen können Ja oder eben du machst sie nicht verfügbare und schreibst nur für dich.
00:21:33: weil habe ich ja eben schon gesagt gerade dann wenn du Text verkaufst als Dienstleistung als Produkt wir auch immer Dann schreibst du immer mit dem Verwertungsgedanken im Hinterkopf.
00:21:43: Wer soll das lesen?
00:21:45: Das haben wir mal gelernt, was soll passieren, was sind die Ziele des Textes und was will ich damit erreichen.
00:21:51: Und das abzulegen und einfach mal nur für dich zu schreiben – das kann auch die Verbindung zum Schreiben also zu diesem schreibenden Denken wieder verstärken.
00:22:05: Am besten übrigens mit der Hand!
00:22:07: Mit einem Stift, der sich so richtig gut anfühlt in der Hand.
00:22:12: Und auf dem Papier das nicht so komisch rau ist sondern eins dass ich auch gut anfühl und auf dem der Stift so schön gleiten kann.
00:22:22: Und dann einfach schauen was passiert!
00:22:25: Ob du jetzt jeden Tag schreibst es für die Verbindung wirklich nicht so wichtig aber versuch mal eine ehrliche Verbindung zum Schreiben zu finden.
00:22:35: Eine die nicht verklärt Schreiben muss leicht sein, schreiben muss immer dazu führen dass ich schnell zu einem tollen Ergebnis komme.
00:22:43: Nein!
00:22:45: Nein nein.
00:22:46: Schreiben ist Ausdruck.
00:22:48: Es kommt manchmal was hässliches dabei raus.
00:22:50: Manchmal ist es schwer, manchmal fühlt es sich blöd an, manchmal nervt das so du willst alles in die Ecke schmeißen.
00:22:56: So ist das aber mit allen Verbindungen.
00:22:59: Ja dann kommt der Alltag und auf einmal hat man andere Dinge zu tun und man lebt so aneinander vorbei Und auch dann muss man wieder Energie reingeben.
00:23:08: Kleine Gesten, kleine Aufmerksamkeiten, kleine Dialoge und dann spürt man wieder, ah ja da ist doch Verbindung!
00:23:16: Und es gibt hier auch die andere Seite und die kennst du auch?
00:23:19: Die wo es dich schreibt, wo Gedanken so ineinander fallen, wo Geschichten plötzlich berühren, wo du merkst wow... Hier habe ich was Tolles erschaffen Und andere können diese Gedanken und Gefühle und Ideen jetzt nachvollziehen, und vielleicht entdecken sie etwas Neues darin.
00:23:40: Ich finde ja alleine das ist schon Grund genug zu schreiben!
00:23:44: Du musst das Schreiben nicht immer mögen – aber lieben!
00:23:48: Lieben kannst du's!
00:23:50: So ein grundsätzliches Ja, wie ich es auch für Verbindung zwischen Menschen immer wieder betone.
00:23:57: Ich mache weiter.
00:23:58: Ja, ich rapple mich jetzt wieder auf!
00:24:01: Ja, starte einen neuen Versuch.
00:24:03: Weil ich doch weiß dass diese Verbindung eine langfristige ist.
00:24:09: Ich will sie weiterführen.
00:24:11: Nichts ist immer rosa-rot aber Schreiben und Denken sind so eng verknüpft Das will ich nicht missen Meine Gedanken so zu formulieren das andere daran anschließen können und dass sie am Ende nicht mal mehr merken, wie schwer dieser Kampf war der mich hier hergebracht hat.
00:24:29: zu diesem Text.
00:24:31: Ich kann nur sagen üben machen weil wenn du es machst und merkst ah ja das war jetzt aber gut und es passiert ja gar nichts Schlimmes dann verlierste auch die Angst.
00:24:47: also das ist Training genauso wie mit allem anderen auch.
00:24:51: Du darfst dieses Gefühl entwickeln, das schreiben sich gar nicht anfühlen muss wie Planschen in der Karibik oder so.
00:24:58: Nein!
00:24:59: Es darf auch mal unangenehm sein und es ist normal.
00:25:03: Ja?
00:25:04: Flow ist die Ausnahme.
00:25:06: Das passiert mal und das ist toll aber es darf auch Mal Bäh sein Und du darfst auch dieses Gefühl trainieren dass gar nichts passiert wenn du's machst.
00:25:20: Dann sind das meistens positive Sachen.
00:25:23: Denk mal drüber nach, ich wette dass du in deinem Gedächtnis auch ganz viele Erlebnisse hast wo du weißt stimmt!
00:25:30: Das war richtig gut und hätte ich nicht geschrieben wäre es gar nicht dazu gekommen.
00:25:38: Diese Episode hier war übrigens auch kein Selbstläufer meine Gedanken während des Schreibens auch noch verändert.
00:25:45: Ich habe sie angepasst, ich hab es ein bisschen erweitert.
00:25:48: da kamen noch zwei drei Gedanken um die Ecke die ich gar nicht vorgesehen hatte und jetzt habe ich sie hier doch drin.
00:25:54: das kann schreiben.
00:25:56: hätte ich jetzt einfach drauf losgeplappert dann wäre dabei nicht so viel Sinnvolles raus gekommen.
00:26:02: so hast du mir hoffentlich gut folgen können und dich vielleicht auch ein bisschen neu ins schreiben verliebt.
00:26:11: Ich hoffe das zumindest.
00:26:13: Das war mein Ziel, so ein bisschen dir wieder Lust zu machen, dich anzupieksen gerade dann vielleicht wenn du denkst oh ist mir alles zu anstrengend und ne ich lass das alles die KI machen.
00:26:23: Ne!
00:26:24: Ich glaube diesen menschlichen Dialog... ...das ist was tolles und den solltest du dir nicht wegnehmen lassen.
00:26:32: Und auch den menschlichem Dialog mit dir selber im Notizbuch Wenn keiner mitliest außer dir Apropos Notizbuch, ein Notizbuch hast du ja bestimmt noch im Schrank liegen.
00:26:43: Ich glaube jeder hat einen Notiz-Buch im Schranke liegen!
00:26:46: Ein guter Anfang wäre doch vielleicht mal aufzuschreiben was Du hier heute mitgenommen hast und wie Dich das dazu gebracht hat, das Notiz Buch eben rauszukramen und den Stift in die Hand zu nehmen?
00:26:58: Ich glaube das wäre eine gute Sache, ein guter Startpunkt.
00:27:03: Wenn Du das machst dann schreib mir doch mal was danach bei Dir passiert ist.
00:27:08: Das würde mich sehr interessieren.
00:27:10: und schreibt mir auch, ob du da einfach nur für dich geschrieben hast.
00:27:14: So ganz ohne Verwertungsgedanken oder ob dadurch noch was angeklopft hat.
00:27:18: so kann ich nicht doch etwas damit machen.
00:27:22: wenn du Bock hast dann schreib mir an.
00:27:24: verbindung et anakushinski de.
00:27:28: Ich freue mich sehr, wenn du diese Folge und den Podcast teilst.
00:27:31: Wenn du kommentierst auch, wenn Du mit mir ins Gespräch kommst – und natürlich freue ich mich über Sterne am besten fünf Ganze für dieses Podcastprojekt!
00:27:40: Die neue Folge gibt es in zwei Wochen.
00:27:42: Da spreche ich mit dieser Welt Schäfer über die Neugier- und über das Experimentieren als zwei Werkzeuge um herauszufinden was eigentlich wichtig ist?
00:27:52: Was für uns wirklich wichtig ist und was zu uns
00:27:55: passt?!
00:27:57: Wie das genau geht und wie wir dieses Experimentier Mindset entwickeln können, darüber sprechen wir dann in zwei Wochen.
00:28:04: Sei gerne wieder hier mit dabei!
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